Donnerstag, 26. April 2007

China räumt Lieferungen von vergifteten Proteinkonzentraten ein

Peking (aho/lme) - Zum ersten Mal hat jetzt auch das Chinesische Außenministerium bestätigt, dass Lieferungen von Weizengluten und Reisproteinkonzentrat [1] zweier chinesischer Firmen an US-Tiernahrungshersteller mit der giftigen Industriechemikalie Melamin [2] kontaminiert waren. In den vergangenen Wochen war in
den USA, Kanada und Südafrika [3] eine Vielzahl von Hunden an vergiftetem Hundefutter verendet oder schwer erkrankt. Nach Recherchen der FDA (Food and Drug Administration) hatten die Firmen die eingehenden Kontrollen durch den US-Zoll durch eine einfache Änderung der Deklaration vermieden. Die Ware wurde als Chemikalie importiert und nicht als "Komponente für Lebens - oder Futtermittel".

Ein Berater der Chinesischen Regierung erklärte, dass man enorme Schwierigkeiten habe, die riesenhafte, komplexe Lebens - und Futtermittelindustrie und Landwirtschaft Chinas auch nur annähernd zu überwachen. In China seien Massenvergiftungen nicht unüblich.

Links
[1] http://ticker-grosstiere.animal-health-online.de/20070425-00000/
[2] http://ticker-kleintiere.animal-health-online.de/20070420-00003/
[3] http://ticker-kleintiere.animal-health-online.de/20070421-00000/

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Kleintierpraxis: Mischlingshunde sind nicht gesünder als Rassehunde

Hannover (aho) - Mischlingshunde werden oft im Vergleich zu Rassehunden als anspruchslos und allgemein gesünder beschrieben. Da jedoch derzeit keine gezielten Untersuchungen zur Erkrankungshäufigkeit von Mischlingshunden in Deutschland vorliegen, haben Veterinärmediziner von der Tierärztlichen Hochschule dieses Thema anhand der zugänglichen Literatur und anhand der Patientendaten der Klinik für kleine Haustiere der Tierärztlichen Hochschule Hannover der letzten zehn Jahre untersucht.

Bei den untersuchten Erkrankungen Hüftgelenksdysplasie, fragmentierter Processus coronoideus, Diskopathie, Kreuzbandriss, Pyometra, Demodikose, Pyodermie, Keratitis, Torsio ventriculi und Ösophagusdilatation zeigte sich eine durchschnittliche Beteiligung von Mischlingshunden im Verhältnis zu ihrem Anteil an der Gesamtpopulation (22,3 %). Lediglich bei Mammatumoren (24,0 %) und Frakturen von
Gliedmaßen (32,5 %) waren Mischlingshunde prozentual häufiger vertreten als in der Gesamtpopulation. Da jedoch in weniger als 5 % der Fälle Kenntnis über die Rassenzusammensetzung der Mischlingshunde in der vorliegenden Untersuchung bestand, ist eine Beurteilung nach Einschätzung der Wissenschaftler der Ergebnisse schwierig. Da ein Mischlingshund in seiner genetischen Disposition stark von seinen Vorfahren abhängig ist, kann keine Vorhersage hinsichtlich der Erkrankungsgefährdung bei diesen Hunden gemacht werden. Alleine dass ein Hund als Mischlingshund einzustufen ist, ist jedoch nicht mit besserer Gesundheit korreliert.

E. Switzer, I. Nolte
Ist der Mischling wirklich der gesündere Hund? - Untersuchung zur
Erkrankungsanfälligkeit bei Mischlingen in Deutschland
Praktischer Tierarzt 88: Ausgabe 1, S 14-19 (2007)
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USA: FDA weitet Tests auf Melamin aus

+++ Problem möglicherweise ''international''

Washington (aho/lme) - Nachdem in den USA in Weizengluten und
Reisproteinkonzentrat aus China die Industriechemikalie Melamin gefunden wurde, will jetzt die FDA (Food and Drug Administration)importierte eiweißhaltige Lebensmittel - und Futterzusätze auf Melamin testen. Das berichtet die "Washington Post" unter Berufung auf Informationen der FDA. Bisher seien aber in Lebensmittel keine Kontaminationen gefunden worden. Die Tests sollen sich auch auf importierte Komponenten wie Maisgluten, Maismehl, Sojaprotein und Reiskleie erstrecken. Diese Produkte werden in Brot, Pizza, Babynahrung und vielen vegetarischen Lebensmitteln verarbeitet.

Stephen Sundlof, Director der Abteilung für Veterinärmedizin der FDA, sagte der Zeitung, dass man auch eine zweite Substanz - "Cyanursäure" - gefunden habe. Die Substanz ist mit Melamin eng verwandt.

Laut FDA wurden kontaminierte Hunde - und Katzenfutterreste als Futter oder Futtermittel an Schweinehalter in den US-Bundesstaaten Nord Carolina [1], Süd Carolina, New York, Kalifornien und Utah. Ebenso sei eine Lieferung mit kontaminiertem Futter an einen Geflügelhalter in Missouri gegangen.

Steve Miller, Geschäftsführer der in Las Vegas ansässigen Firma ChemNutra, sagte der Washington Post, dass die Kontamination mit Melamin und anderen Chemikalien wohl ein internationales Problem sei. Das Unternehmen importiert Rohstoffe für Lebensmittel und Pharmaprodukte.

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[1] http://ticker-grosstiere.animal-health-online.de/20070424-00004/


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Freitag, 20. April 2007

USA: Royal Canin ruft Trockenfutter zurück

St Charles, Mo. (aho) - Royal Canin USA ruft vorsorglich eine Reihe von Trockenfuttern zurück. Das Unternehmen begründet den Schritt mit dem Fund von giftigem Melamin in Reisproteinkonzentrat aus China, das zur Herstellung von Trockenfutter verwendet wurde.

Betroffen vom Rückruf sind:

ROYAL CANIN VETERINARY DIET(TM) (Vertrieb über Tierärzte)
Dry Dog Food
Canine Early Cardiac EC 22(TM)
Canine Skin Support SS21(TM)
Dry Cat Food
Feline Hypoallergenic HP23(TM)

ROYAL CANIN SENSIBLE CHOICE(R) (Zoohandel)
Dry Dog Food
Chicken Meal & Rice Formula Senior
Lamb Meal & Rice Formula Puppy
Lamb Meal & Rice Formula Adult
Lamb Meal & Rice Formula Senior
Rice & Catfish Meal Formula Adult

Royal Canin empfiehlt, die Futtermittel sofort abzusetzen.

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Wurde Melamin absichtlich in Proteinfuttermittel eingemischt?

Rockville (aho/lme) - Nachdem giftiges Melamin sowohl in Weizengluten und Reisproteinkonzentrat (s. vorherigen Blogeintrag) von zwei Lieferanten aus China aufgetaucht ist, spekulieren Fachleute, dass die Chemikalie in China bewusst eingemischt wurde, um bei minderwertigen Produkten höhere Eiweißgehalte vorzutäuschen. Dr. Stephen Sundlof, Chef-Veterinär der FDA (Food and Drug Administration) bezeichnete die Theorie als plausibel. Man erwarte die völlige Kooperation der chinesischen Behörden.

Die chinesische Regierung hatte bereits in der vergangenen Woche verlauten lassen, dass das Weizengluten als "Chemikalie" und nicht als "Komponente für Tiernahrung" exportiert wurde. Deshalb habe man die Exporte nicht besonders überwachen müssen.

In Kalifornien wurde jetzt ein Schweinebestand gesperrt, nachdem im Urin der Tiere Melamin nachgewiesen worden war. http://ticker-grosstiere.animal-health-online.de/20070420-00002/

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USA: Wilbur-Ellis ruft Reisproteinkonzentrat wegen Vergiftungsverdacht zurück

San Francisco (aho/lme) - Das internationale Handelshaus "Wilbur-Ellis" mit Konzernzentrale in San Francisco ruft vorsorglich von alle Lieferungen von Reisproteinkonzentrat zurück, die an Hersteller von Hunde - und Katzenfutter geliefert wurden. Bei der Überprüfung einer Lieferung, die "Wilbur-Ellis" aus China von der
"Binzhou Futian Biology Technology Co. Ltd." erhalten hatte, wurde die Chemikalie Melamin gefunden. Die Substanz kann zu Vergiftungen bei Tieren führen.

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Diabetes bei Vierbeinern auf dem Vormarsch:

40.000 Hunde und Katzen sind betroffen

Dass Diabetes inzwischen zu einer Massenkrankheit in Deutschland geworden ist, ist allseits bekannt. Mehr als 6 Millionen Deutsche leiden unter der Stoffwechsel-Krankheit. Die unter anderem durch Fehlernährung erworbene Insulinresistenz (Diabetes Typ 2) - früher Altersdiabetes genannt - tritt heutzutage vor allem immer öfter schon bei jüngeren Menschen auf .

Dass die Krankheit allerdings auch unsere Vierbeiner - vor allem Katzen - treffen kann, mag für manchen Tierliebhaber neu sein.

Erste Anzeichen einer Diabetes sind - wie beim Menschen - vermehrter Durst, häufiges Urinieren und Abmagerung trotz Heißhungerattacken. Diabetes gehört zur Behandlung unbedingt in die Hand eines Tierarztes. Mit den entsprechenden Medikamenten, kontrollierter Nahrungsaufnahme und entsprechender Bewegung, kann das Tier ein beschwerdefreies Leben führen.

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