Montag, 24. September 2007

MOLOGEN AG erhält Patent für gegen Leishmaniose-Impfstoff

Berlin (aho) Das Berliner Biotech-Unternehmen MOLOGEN AG gab heute bekannt, dass das Europäische Patentamt (EPA) beabsichtigt, ein Schlüsselpatent für DNA-Vakzine gegen die Leishmaniose bei Menschen und Haustieren zu erteilen. Die Vakzine bestehen aus verschiedenen Kombinationen von MIDGE-Th1 Vektoren. Die einzelnen Vektoren kodieren dabei verschiedene Zielstrukturen (Antigene) der Erreger der Infektion. Eine der Antigen-Kombinationen ist bereits Bestandteil der MIDGE-basierten DNA-Vakzine gegen die Leishmaniose bei Haustieren, die sich in fortgeschrittener klinischer Entwicklung befindet. Die Entwicklung steht unter der Führung eines der weltweit größten veterinärpharmazeutischen Unternehmen, dessen Name nicht bekannt gegeben wurde.

Im Jahr 2006 hatte die MOLOGEN AG mit einem nicht genannten US-amerikanischen veterinärpharmazeutischen Unternehmen einen weit reichenden Lizenz- und Entwicklungsvertrag für ihren MIDGE-basierten Impfstoff für Haustiere gegen die Infektionskrankheit Leishmaniose abgeschlossen. MOLOGEN plant, MIDGE-basierte Impfstoffe auch für den Einsatz im Menschen zu entwickeln. Der Impfstoff gegen Leishmaniose bildet dabei einen der Schwerpunkte.

Über MIDGE-Th1

Mit MIDGE-Th1 lassen sich hochspezifische und effiziente DNA-Impfstoffe entwickeln, die das Immunsystem so steuern, dass es bei der Bekämpfung von Infektionen den so genannten Th1-Weg einschaltet. Über den Th1-Weg bekämpft das Immunsystem Infektionserreger, die sich im Inneren der Zellen vermehren, wie dies zum Beispiel bei der Leishmaniose der Fall ist.

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Freitag, 3. August 2007

Großbritannien: 34 % der Hunde und Katzen verfettet

 +++ immer mehr Diabetes, Gelenkschäden

London (aho) - Der britische Heimtierversicherer "Sainsbury's Pet insurance" warnt vor zunehmendem Übergewicht bei britischen Hunden und Katzen. Gemäß einer Studie sind in Großbritannien 2.72 Millionen Hunde und 2.87 Katzen von Übergewicht betroffen. Dies entspricht je 34 Prozent der Hunde - und Katzenpopulation. Gründe hierfür sind laut "Sainsbury's Pet insurance" das Überfüttern der Tiere und mangelnde Bewegung. Die Versicherungsgesellschaft weist auf die dramatischen Folgen für die Tiergesundheit hin: Diabetes, Gelenkschäden und einer ganzen Reihe von Erkrankungen, die langwierige tierärztliche Therapien nach sich ziehen. Claire Moyles, Managerin bei "Sainsbury�s Pet Insurance" beklagt, dass viele Tierbesitzer ihren Lieblingen Lebensmittel und Snacks für Menschen fütterten, ohne sich möglicher Gesundheitsschäden für die Tiere bewusst zu sein. Claire Moyles warnte insbesondere vor Schokolade. Diese führe nicht nur zu Übergewicht, sondern könne auch beim Hund Herzversagen auslösen.

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Donnerstag, 2. August 2007

Wissenschaftler: Würmer machen krankheitsanfällig, Impfungen wirken ungenügend

Beltsville (aho) - Wurmparasiten beeinträchtigen die Produktion wichtiger Botenstoffe des Immunsystems wie das Interleukin (IL)-12 und Interferon-gamma. Das berichten jetzt Wissenschaftler einer Forschungseinrichtung des US - Agrarministeriums im Fachjournal "Veterinay Parasitology". Die Botenstoffe sind bei der Immunantwort und Bekämpfung von Bakterien und Viren von entscheidender Bedeutung, da durch sie verschiedene Immunzellen (Killerzellen) aktiviert werden.

Die Wissenschaftler betonen, dass aus diesem Grund auch Impfstoffe bei verwurmten Tieren (Rinder, Schweine, Katzen, Hunde) deutlich schlechter vom Immunsystem verarbeitet werden. Verwurmte Tiere sind so schlechter geschützt und infektionsanfälliger. Die Forscher fordern, diese Tatsache beim Einsatz von Impfstoffen zu berücksichtigen.


Urban JF, Steenhard NR, Solano-Aguilar GI, Dawson HD, Iweala OI, Nagler CR, Noland GS, Kumar N, Anthony RM, Shea-Donohue T, Weinstock J, Gause WC.
Infection with parasitic nematodes confounds vaccination efficacy.
Vet Parasitol. 2007 Aug 19;148(1):14-20.

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Freitag, 27. Juli 2007

Kleintierpraxis: Individuell geplante Impfungen verbessern Gesundheitsschutz

Unterschleißheim (aho) - Hunde und Katzen können und sollen jetzt noch individueller geimpft werden. Das erläuterte Dr. Hedi Görg von Intervet Deutschland GmbH im Gespräch mit AHO. "Wissenschaftler sowie praktizierende Tierärzte sind sich darüber einig, dass für jedes Tier ein individueller Impfplan erarbeitet werden sollte", so die Tierärztin im Pressegespräch. "Deshalb möchten wir die Tierärzte in der Praxis bei einer erfolgreichen Umstellung solcher Impfpläne unterstützen und dazu beitragen, dass den Tierhaltern auf der Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse und individueller Betreuung der bestmögliche Impfschutz für ihre Hunde und Katzen gewährleistet wird.

Nach jahrelanger Forschung bietet die Nobivac® Produktlinie von Intervet nun drei Jahre Schutz vor Staupe, Hepatitis, Parvovirose und Tollwut und bei der Katze vor Panleukopenie. Halbjährlich bzw. jährlich wird gegen Leptospirose und Zwingerhusten geimpft. "Die Leptospirose ist eine oft unerkannte Zoonose", mahnt Tierärztin Hedi
Görg.

So gestattet es die Intervet-Impfstoffpalette, besonders gefährdete Welpen bereits ab einem Alter von drei Wochen gegen die "Infektiöse Tracheobronchitis" und ab der vierten Lebenswoche gegen "Staupe" und "Parvovirose" zu impfen. Bei geringerer Gefährdung erlauben die Impfstoffe eine Impfung gegen Staupe, Hepatitis, Parvovirose und Leptospirose ab 8 Wochen. Ab 12 Wochen erfolgt dann die wichtige Booster-Impfung und die erste Tollwutimpfung. Laut Empfehlungen der Ständigen Impfkommission des BpT (Bundesverband Praktizierender Tierärzte), die auch vom VdH (Verband für das Deutsche Hundewesen) übernommen wurde, wird dann mit 15/16 Wochen und mit 15 Monaten noch einmal komplett nachgeimpft und danach in jährlichen bzw. dreijährigem Abstand. [1]

"Die Intervet Impfstoffe für Hunde und Katzen sind damit die einzigen Impfstoffe in Deutschland, die einen individuellen Impfplan ermöglichen", so Dr. Hedi Görg im Gespräch mit AHO.

Impfungen sind der wichtigste Teil der Gesundheitsvorsorge bei Tieren und Menschen. Trotzdem sind nicht einmal die Hälfte der Hunde und Katzen in Deutschland geschützt. Tierärzte beraten zum Thema Impfungen und Gesundheitsvorsorge. [1]

Links
[1] http://www.animal-health-online.de/drms/klein/hund_katze_schema.pdf

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Mittwoch, 18. Juli 2007

Zoo Erfurt: Zootiere ohne Genehmigung geschlachtet, Fleisch verkauft

Erfurt (aho/lme) - Wie die Stadt Erfurt jetzt der Presse mitteilte,  wurden in den vergangenen Jahren mehrfach Tiere des Thüringer Zooparks Erfurt ohne die erforderliche Genehmigung mit einem Bolzenschussgerät getötet, teils zum Verzehr freigegeben und veräußert. Der Sachverhalt kam im Rahmen von Personalgesprächen nach einer Prüfung des Rechnungsprüfungsamtes ans Tageslicht.

"Der Tierschutz liegt mir sehr am Herzen. Das Tierschutzgesetz bezieht sich auf die Verantwortung des Menschen gegenüber dem Tier und zielt darauf ab, das Leben und Wohlbefinden von Tieren zu schützen. Für eine Institution wie den Thüringer Zoopark Erfurt, die sich der artgerechten Haltung und Zucht verschrieben hat, sollte dies insbesondere gelten", kommentiert Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein.

Der Oberbürgermeister erstattete umgehend Strafanzeige gegen die handelnden Personen. Aufgrund des laufenden Verfahrens können derzeit keine Angaben zu möglichen Hintergründen und den betreffenden Zooparkmitarbeitern gemacht werden.

Allerdings, so versichert Andreas Bausewein, könne er den Erfurtern garantieren, dass alles daran gesetzt wird, den Fall restlos aufzuklären und die Bevölkerung in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft zu gegeben Zeitpunkt zu informieren.

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Dienstag, 17. Juli 2007

Wer Tiere aussetzt, riskiert Bußgeld oder Gefängnis

Leer (aho) - Gerade zu Beginn der Urlaubszeit kommt es immer wieder vor, dass Haustiere einfach ausgesetzt werden. Manche Zeitgenossen stellen ihre Katze, manchmal auch gleich mehrere, anderen Menschen im Karton vor die Haustür. Auf diese Weise kommen besonders solche Menschen zu neuen Haustieren, die als Tierliebhaber bekannt sind, weiß Dr. Hans-Jürgen Salge vom Veterinäramt in Leer zu berichten. Dabei ist das Aussetzen von Tieren alles andere als ein Kavaliersdelikt.

Wer Tiere einfach aussetzt, muss mindestens mit einem Bußgeld rechnen. Wenn festgestellt wird, dass die Tiere erheblich leiden mussten oder an den Folgen verendet sind, droht nach dem Tierschutzgesetz eine Geldstrafe oder sogar Gefängnis. Haustiere sollten, wenn sie während der Urlaubszeit nicht anders versorgt werden können, in eine Tierpension gegeben oder notfalls bei den Tierheimen abgegeben werden. Einige Tierheime nehmen gegen eine Kostenerstattung die Tiere auch vorübergehend in Pflege.

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Zeitung: Tiertrainerin soll Dressurpferde mit Sporen und Gerte gequält haben

Hamburg / Norderstedt (aho) � Die Staatsanwaltschaft Kiel ermittelt gegen die 59-Jährige Pferdetrainerin Christine W. Sie soll nach Medienberichten auf dem Reiterhof Immenhorst in Norderstedt zwischen September 2006 und März dieses Jahres in sechs Fällen Dressurpferde erheblich malträtiert haben. Dabei soll es sich um Tiere gehandelt haben, die nicht ihr selbst gehörten. Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, soll ein mit versteckter Kamera gedrehtes Video belegen, dass Pferdetrainerin Christine W. ein Dressurpferd mit Sporen und Gerte hart anfasst - Experten meinen: zu hart. Am 2. Juli wurde das von Frau W. gemietete Wohnhaus durchsucht - eine Reetdachvilla nahe dem Reiterhof, bestätigte Oberstaatsanwalt Uwe Wick, Sprecher der Staatsanwaltschaft Kiel gegenüber der Zeitung.

Bereits gehandelt hat nach Abendblatt-Informationen auch das Ordnungsamt und gegen Christine W. ein Verbot verhängt, mit Tieren umzugehen - faktisch ein Berufsverbot für die hauptberufliche Pferdetrainerin.

Die Pferdetrainerin ist in Reiterkreisen keine Unbekannte. Sie trägt das Goldene Reiterabzeichen, das höchste Leistungsabzeichen der Deutschen Reiterlichen Vereinigung. Der Fall hat deshalb in der Reiterszene in und um Hamburg für Wirbel gesorgt.

Der Geschäftsführer des Pferdesportverbands Schleswig-Holstein Dieter Stut hat sich bereits von den Trainingsmethoden distanziert: "Als Verband lehnen wir derartige tierquälerische Methoden strikt ab. Sie widersprechen unseren Richtlinien." Stut kündigte im Gespräch mit der Zeitung an, zunächst das Ergebnis des Strafverfahrens abzuwarten und dann vom Verband aus gegebenenfalls selbst tätig zu werden.

Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, läuft bereits ein Strafverfahren der Staatsanwaltschaft Kiel wegen Tierquälerei gegen die Pferdetrainerin. Die Verhandlung vor dem Amtsgericht Plön steht noch aus. Ebenfalls in sechs Fällen sollen demnach Dressurpferde in der Obhut von Christine W. erhebliche Schmerzen erlitten haben. Schauplatz damals: das malerische Gut Nehmten am Plöner See.

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